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Ralf G. Nemeczek - Dialog statt Diskussion neu

Es lebe der Dialog

Viele Diskussionen ähneln einem Staffelmonolog, also einem abwechselnden Monolog ohne wirkliches Zuhören und ohne auf den anderen einzugehen. Unterschiedliche Sichtweisen werden verbreitet und verteidigt. Die Teilnehmer einer solchen Diskussion spielen ihre Rollen, spulen ihre fertigen Argumente ab, fallen sich häufig ins Wort. Jeder versucht, den anderen zu überzeugen. Nur zwei Möglichkeiten werden gesehen: so oder so, ja oder nein. Es wird gerechtfertigt und gekämpft. Es geht um Gewinnen oder Verlieren, um Macht. Es herrscht ein Gegeneinander, der Fokus liegt auf den Unterschieden, nicht auf Gemeinsamkeiten. So kann kein produktiver Gesprächsfluss entstehen.

Der Dialog stellt das gemeinsame Denken, das gemeinsame Ziel in den Mittelpunkt. Das Anbieten der unterschiedlichen Sichtweisen öffnet den Raum für die Kreativität. Wir teilen uns mit, so dass andere Menschen uns besser kennen lernen und verstehen können. Wir hören anderen Menschen zu, um Einsichten zu gewinnen und von ihnen zu lernen. Der Dialog wird zu einem Miteinander, um ein Füreinander leben zu können.

Im echten Dialog stellen wir interessierte Fragen, sind bereit, aufmerksam zuzuhören, öffnen uns für die Ansichten des anderen. Wir sind bereit, das Ungewohnte, das Fremde, das Andersartige aufzunehmen. Und gehen bereichert aus dem Austausch hervor. Erst durch die wahrhaftige Verständigung im Dialog entstehen neue Möglichkeiten, Lösungen und Ideen, die es zuvor noch nicht gab. Deshalb ist es so wichtig, in der Führung und im Verkauf Dialoge zu führen, keine Monologe und keine Diskussionen.

Ralf G. Nemeczek - Mythen rund um das Thema Mitarbeiterführung neu

Mythen rund um das Thema Mitarbeiterführung

Es gibt die ideale Führungskraft.

Ich muss mich verändern, um besser führen zu können.

Ich muss härter und schlagfertiger werden.

Als Führungskraft muss ich verschiedene Rollen spielen.

Ich muss meine Mitarbeiter verändern.

Ich muss meine Mitarbeiter motivieren.

Ich muss Psychologe sein, um meine Mitarbeiter zu verstehen.

Ich muss fachlich besser als meine Mitarbeiter sein.

Ich muss älter als meine Mitarbeiter sein.

Es gibt Erfolgsrezepte für gute Menschenführung.

Als Führungskraft darf ich keine Fehler machen.

Führung ist eine Kunst.

Führung braucht Superhelden, Überflieger und Hochspringer.

Was Führung wirklich braucht, sind engagierte Menschen, die führen wollen. Menschen, die Freude daran haben, ihre Mitmenschen fachlich und menschlich wachsen zu lassen! Menschen, die bereit sind, in den Dialog zu gehen.